30.05.2007...Zwei Supermärkte und eine Aufräumaktion in der Küche sowie ca. 2 Stunden später konnte ich verblüffend feststellen, das Rezept meiner Uroma hatte was für sich, obwohl ich mich nach drei Brötchen heute früh und einen Stück zu trockenem Käsekuchen heute nachmittag vor dem Abendessen nicht beherschen konnte und dafür nach dem Abendessen etwas Sodbrennen durch das Öl und die Zwiebeln hatte.Deswegen sollte man wohl vor dem Abendessen nichts essen. Also man nehme ca. 1 Kilo Strauchtomaten und ca. 750 Gramm Zwiebeln sowie 400 Gramm Hackfleisch (für 4 Personen oder 2 Tage). Man schnippele die Tomaten und die Zwiebeln großzügig klein und gebe dies in einen größeren Topf mit ca. 3 Esslöffeln Öl. Mehr wäre nicht angebracht, wie ich heute gemerkt habe. Das Öl sollte schon heiß sein und schwitze nun die ganze Sache ohne Gewürze ca. 5 Minuten auf großer Flamme ordentlich an bis es brutzelt. Nun gebe man ca. 300 - 500 ml Wasser dazu, je nach dem wie flüssig die Sache werden soll. Dazu einen gestrichenen Esslöffel Zucker sowie, je nach Geschmack 1 - 2 gestrichene Esslöffel Salz. Außerdem noch einen Teelöffel schwarzen Pfeffer. Das ganze nun ca. 1 Stunde bei kleinerer Flamme köcheln lassen. Aus dem Hackfleisch, welches auch etwas Salz und Pfeffer verträgt, forme man nun ca. 1,5 Zentimeter große Kugeln und gebe diese nach der ersten Stunde Kochzeit dazu. Nach nun noch einer weiteren halben Stunde kommt etwas Kümmel dazu. Ich bevorzuge gemalenen Kümmel, der bleibt nicht so zwischen den Zähnen hängen. Nun noch weitere 15 - 20 Minuten auf kleiner Flamme kochen und dann ausmachen. Nun noch nach Belieben Oregano oder Majoran drunter rühren. Das ganze dürfte nun eine relativ zerkochte Sache sein, die jedoch, vielleicht noch mit etwas Parmesan bestreut, mit Weißbrot genossen werden kann.


 

25.05.2007 ... 15.05.2007
 


 

13.04.2007 ...
 
So da simma wieder. Keine Ahnung was mich hier her treibt. Vermutlich Langeweile. Bloggen um des bloggens willen. Ich mag Blogger nicht. Wenn jemand bloggt dann steht er im Grunde im Weg rum und behindert. Aber das ist vermutlich eine Sache der Perspektive. Ach ja, wer sich wundert, warum jetzt alles anders ist und doch gleich. Die alte Page ist auf neudeutsch "down". So kann man sich auch von seinen Träumen und Hoffnungen trennen. Erwachsenwerden ist scheiße. Gott ich geh auf die 30 zu und alles was mir dazu einfällt ist, daß ich mich früher schon davor gefürchtet habe. Interessanterweise stimmt es sogar das die Zeit zwischen 20 und 30 die anscheinend langweiligste Lebensphase ist. Kommt aber vermutlich darauf an ob man sich schon mit 14 ins Koma säuft um mal den alltäglichen Sermon der Erwachsenenbumies aufzugreifen. Ach nee, das war ja der bescheuerte Eisbär, oder doch schon wieder Tokio Hotel oder DSDS oder was ist eigentlich gerade Tagesthema neben Welthunger und Armut? Ach ja, Rohstoffknappheit und Klimakatastrophe. Na da haben wir ja noch mal Glück gehabt, das wir sonst keine Probleme haben. Des Deutschen liebstes Kind ist sich aufzuregen. Vermutlich sind wir deshalb zur Bloggernation geworden. Oder doch die insgeheime Sehnsucht, fremde Menschen am eigenen langweiligen Leben teilhaben zu lassen. Fragen über Fragen und jeder hat auch noch ne Antwort.
 
Meine Idee dazu ist. Bloggen ist die tägliche Talkshow. Ist schon eine Weile her als uns im täglichen Programm, Menschen, die glauben zu wissen was mich interessiert, meinten sie müßten jeden Tag aufs neue mit den Problemen fremder Menschen, die einen nicht interessieren, Knete gemacht haben. Was haben wir uns amüsiert und amüsieren uns mit Sonja Kraus immer weiter über den alltäglichen Wahnsinn deutscher und internationaler Haushalte und Lebensgemeinschaften. Wir fragen uns ob er wirklich der Vater des Kindes ist oder hören uns an was Hans-Jürgen, B52 oder sonst welche Grotesken aus ihrem inhaltslosem Leben berichten. Was erwarten diese Menschen? Verständnis oder Mitleid? Wo man sich auf der Straße das Lachen verkneifen muss um nicht eine gelangt zu bekommen machte und macht im beschränkten Maße noch immer Programm. Tja und gegen was haben wir diesen Müll eingetauscht? Die tausendste Wiederholung von King of Queens, Big Brother - Der tausendse Container aus Idiotanien und pseudoreale Gerichts- und Psychoshows mit Laiendarstellern, die alle glauben mit ihren Leistungen zu überzeugen. Geht sterben, sucht euch nen Job oder sprecht beim Amt vor. Erst musste man sich mit realer Blödheit quälen, heute mit gestellter. Und wer mir jetzt erzählen will, das schaut er ja nicht, da erkläre mir einer das Programm. Aber Fernsehen zerstört eh Gehirnzellen. Scheiß Langeweile und leeres Hirn. Ich weiss wo die Quoten herkommen. Ich bin so froh Deutscher zu sein.
 
Uns nimmt man es ab, notorische Nörgler zu sein. Man stelle sich mal vor, wir dürften uns nicht mehr über jeden Scheiß aufregen. Wir hätten nichts mehr zu reden außer vielleicht übers Wetter. Wir könnten uns nicht mehr über Teuro und Bohlen aufregen. Aber wir leben ja unseren Traum für mittlerweile 50 Eurocent wenn wir entweder versuchen bei einem unheimlich schwierigem Gewinnspiel oder einem der vielen Beschissrätzel mitzuraten. Ganz davon abgesehen, dass wir nicht mehr unseren Superstar "voten" könnten, der wir ja eigentlich viel besser wären. Aber gut, brechen wir die "Massencastings" mal nicht übers Knie. Früher wurden wir geheim beschissen, wenn es um neue "Talente" ging, heute lassen wir uns vorführen, wie ein "Star" geboren wird, der dann, wie wir ja alle wissen nach ca. einem Jahr verglüht und als blasser Zwerg bei drittklassigen, also so gut wie jeder Produktion, wieder auftauchen, weilse keiner anstellen würde. Na ja, was wohl auch der Grund für die Talentschleuder war, der sie ihre Seele für ein paar Euros verkauft haben. Der böse Kapitalismus ist halt auch schlau geworden. Ja wir bescheißen und drehen eure Köpfe so wie es uns passt. Interessiert doch eh keine Sau, wir verblöden ja schon seit Jahren die Massen und jetzt ist jeder der meint, das System ist Schrott nicht mehr gefragt. Außer wir versuchen es mal mit ner kleinen Antiglobalisierungsdemo. Oder wir verpacken alles in schwer begreifliche Worte, was sich dann Systemkritik schimpft. Auch toll. Wir versuchen das System von innen heraus zu verändern und merken nicht mal das wir mittreiben und nur versuchen die Wellen klein zu halten obwohl wir selbst in der Riesenwelle schwimmen. Was solls, ist ja eh alles schon vorbei. Bloggen wir halten über unsere kleinen Problemchen. Mach ich ja auch gerade. Ich bin also Blogger. Super, ich wußte doch von Anfang an war hier was faul. Oder bin ich doch nur typischer Deutscher, schließlich rege ich mich ja auch auf. Ich bin also ein typischer deutscher Blogger und ich mag mich nicht?
 
Scheint wohl so. Nein, eigentlich wollte ich mal wieder was in die Welt schreien, was keinen wirklich interessiert. Ich habe vor einigen Monaten auch gedacht, das Internet würde mir sinnvolle Informationen liefern. Als Google-Kind, der bei jeder Frage sofort in die Tasten haut fühle ich mich allerdings auch sehr oft verarscht. Man findet natürlich in Google-Art erstmal 10 Links zum Thema "Geld ausgeben", danach den obligatorischen Wiki-Link und danach alle in den Äther geblasenen Meinungen aus den angesagtesten Bloggs dieses Planeten. Träume ich oder wache ich irgendwann mal auf und alles wird besser? Ich meine nicht besser im Sinne von Lebensqualität was die materiellen Dinge angeht. Ich meine wird es irgendwann neue Menschen geben, die nicht nur merken und hinnehmen, dass sie beschissen werden, sondern sich dagegen auflehnen? Ach stimmt ja, wer kritisiert muss besser sein als andere. Ist komisch, alle die ich stets rumheulen höre sind die, welche es besser machen sollten. Keine Ahnung was hier abgeht.Ändere ich was, indem ich schlaue Bücher lese? Ändere ich was, indem ich auf Demos gehe, die alle bejubeln, die aber nichts an den Umständen ihrer Entstehung ändern? Ändere ich etwas dadurch, dass ich mich in Regionalpolitik hänge, die selbst in kleinsten Kreisen vom materiellen Interesse einiger Weniger bestimmt ist. Ändere ich was, wenn ich im Bio-Supermarkt mein Geld lasse, während überall immernoch die Discounter aus dem Boden sprießen? Was ändere ich mit einem plakativen T-Shirt mit dem Aufdruck "Kill-Bill". Nichts ändert sich, wenn ich nur oberflächlich dem Strom der publiken Kritik folge und sich in meinem Hirn nichts ändert. Massenverdummung kann man nun mal nicht alleine verändern. Dazu muss mal jeder für sich die Ohnmacht erkennen, in der er lebt, daraus aufwachen und versuchen jeden anderen zu wecken, der noch vor sich hin pennt. Vermutlich blogge ich deshalb. Aber eigentlich blogge ich nicht, den Blogger geben ja jeden Tag ihren Abfall in die Tastatur und meinen, was sie schreiben sei von Belang. Dazu kann ich nur sagen:
 
Ich denke mal also bin ich vielleicht...